22. December 2014

Ab wann lohnt sich Vollkasko nicht mehr?

Diese Frage lässt sich nicht ganz eindeutig beantworten, jedoch sollen hier ein paar Eckpunkte genannt werden, die eine Entscheidung für oder gegen eine Vollkaskoversicherung erleichtern. Handelt es sich um ein teures Fahrzeug, dann ist die Absicherung per Vollkasko sinnvoll. Generell muss man sich fragen, welche Kosten man bereit ist aufzubringen, um sich gegen selbst verschuldete Unfälle oder Vandalismus abzusichern.

Als Faustregel gilt: Der Wert eines Fahrzeuges ist nach vier bis sechs Jahren oft soweit gesunken, dass der Wiederbeschaffungswert nicht mehr im Verhältnis zu den Kosten der Vollkaskoversicherung steht. Hier empfiehlt es sich, auf eine Teilkaskoversicherung zu wechseln. Dies gilt generell für alle älteren „wertloseren“ Fahrzeuge. Falls aber das Fahrzeug für sie einen ideellen Wert hat, so können sie es nach wie vor per Vollkasko versichern. Generell aber werden bei den meisten älteren Autos ab fünf Jahren nur noch Teilkaskoversicherungen abgeschlossen.

Allerdings sollte man darauf achten, ob denn die angestrebte Teilkaskoversicherung wirklich günstiger ist. Es kommt nämlich auch vor, dass die Vollkaskoversicherung nur wenig mehr kostet als die Teilkaskoversicherung. Der Vorteil der Vollkaskoversicherung liegt dann eindeutig in den weit umfangreicheren Leistungen. Zudem erhält man in der Vollkaskoversicherung Schadenfreiheitsklassen, die sich wiederum begünstigend auf die Vollkaskoversicherung bei Anschaffung eines Neuwagens auswirken. Es kann also gut möglich sein, dass die tatsächliche Einsparung beim Umstieg auf die Teilkaskoversicherung verschwindend gering ausfällt. Wer sich unschlüssig ist, ob es nun eine Teil- oder eine Vollkaskoversicherung werden soll, holt sich am Besten erstmal Angebote der verschiedenen Versicherungsgesellschaften ein. Stehen Finanzierungen für das Fahrzeug an, so ist es immer empfehlenswert, eine Vollkaskoversicherung zu haben.